Rote Liste für Brutvögel
zeigt Verschlechterung

LBV, Deutscher Rat für Vogelschutz (DRV) und NABU haben heute die neue Rote Liste für Brutvögel in Deutschland vorgestellt. Während die vorangegangene Rote Liste noch Hoffnung gab, ist die Tendenz der aktuellen Ausgabe deutlich negativ. Mittlerweile steht etwa die Hälfte aller in Deutschland heimischen Brutvogelarten (118 von 248) auf der Roten Liste der bestandsgefährdeten Arten. Dramatische Änderungen in der Einstufung betreffen zum Beispiel den Star (von ungefährdet auf Kategorie 3 – gefährdet) und den Wiesenpieper (von Vorwarnliste auf Kategorie 2 – stark gefährdet).

Häufigster Grund für die Verschlechterung der Situation vieler Arten ist die intensive Landnutzung. Diese ist verantwortlich für das derzeit dramatische Insektensterben sowie die Zerteilung vorhandener Lebensräume. Damit werden Nahrung und Brutplätze für Vögel zur Mangelware. Die Vogelwelt in Deutschland befindet sich in einem kritischen Zustand. Die Landwirtschaft und Lebensraum-
ausgestaltung muss sich ändern, um nicht noch mehr heimische Arten zu verlieren. Naturschutz darf sich nicht nur auf Naturschutzgebiete beschränken, sondern muss auch in der Kulturlandschaft ankommen!

Die aktuelle Rote Liste für Brutvögel ist beim NABU abzurufen unter: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/artenschutz/rote-listen/10221.html

Von | 2017-11-03T16:25:30+00:00 Mittwoch, 11.01.2017|Arten-Infos|

Über den Autor:

Armin Kullmann Dipl.-Ing. agr.