VIVASPHERA gibt Statement zur
aktuellen Agrarpolitik ab

Die gemeinsame Agrarpolitik der EU (GAP) führt zu weiterem Schwund der Artenvielfalt und zur „Homogenisierung der Landschaften“. Naturschutzleistungen werden zu wenig belohnt – dies muss sich ändern! Die Initiative LivingLand, organisiert von Deutschem Naturschutzring, BUND, NABU und WWF, setzt sich für eine Reform und einen grundlegenden Wandel der Agrarpolitik ein. Bereits über 140 namhafte Unternehmen und Organisationen haben sich der Initiative mit Ihrem Logo und einem Statement angeschlossen.

Auch VIVASPHERA unterstützt diese Initiative und hat ein Statement zur Notwendigkeit eines Wandels abgegeben:

Die Landwirtschaft ist noch immer prägende Kraft unserer Kulturlandschaft und die Basis der menschlichen Ernährung. Seit vielen Jahre ist die GAP das Instrument zur Steuerung der europäischen und damit auch der deutschen Agrarwirtschaft. Arten-, Natur- und Landschaftsschutz, sollten, insbesondere seit der Reform 2013, wichtige Aufgaben der GAP sein, werden von dieser aber stiefmütterlich behandelt. Den Landwirten wird kaum ein Anreiz für ökologisch sinnvolle Maßnahmen gegeben. Zumeist wird lediglich das Minimum für den Erhalt der Förderung umgesetzt – ein Anreiz darüber hinaus ist nicht gegeben. Entsprechend zeigen sich Natur und Artenvielfalt bereits seit langer Zeit in einem schlechten Zustand. Die Landschaften werden homogenisiert und die Anzahl der Tier- und Pflanzenarten befindet sich im Sinkflug.

Um diese Entwicklung zu stoppen, ist eine Reform der GAP dringend notwendig – mit einem Ansatz, bei dem sich Naturschutz- und Umweltleistungen für den Landwirt lohnen. Der Naturschutz muss von einer Notwendigkeit zu einem betriebswirtschaftlichen Faktor neben der Produktion werden.

Die VIVASPHERA GmbH hat sich mit Ihrer Philosophie „Jedes Produkt schützt eine Art“ zur Aufgabe gemacht, über die angebotenen Produkte den Arten- und Naturschutz auf den Flächen ihrer Erzeuger zu fördern. VIVASPHERA arbeitet daran, auf ihren Erzeugerbetrieben ein Maximum an ökologisch sinnvollen Maßnahmen umzusetzen. Wir unterstützen unsere Erzeugerbetriebe bei der Planung und Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen und fördern sie, neben der Abnahme der Produkte, durch gemeinsame naturschutzbezogene Marketingaktionen. So wollen wir unseren Beitrag zum Ausgleich der mangelhaften Agrar- und Naturschutzpolitik in diesem Bereich leisten.

Weitere Informationen zur Initiative: https://www.living-land.org 

Noch bis zum 2. Mai 2017 ist jeder Bürger und jedes Unternehmen der EU zur Teilnahme an der offiziellen Konsultation zur Agrarpolitik der EU aufgerufen: https://www.living-land.org/cap bzw. https://ec.europa.eu/eusurvey/runner/FutureCAP

Von | 2017-11-03T16:23:36+00:00 Samstag, 22.04.2017|Arten-Infos|

Über den Autor:

Ulfert Saathoff
Ulfert Saathoff (M. Sc.), Naturschutz/Monitoring