VIVASPHERA und das Biosphärenreservat Pfälzerwald begrüßen neue Partner-Winzer

VIVASPHERA, die Bio-Feinkost-Marke aus den Regionen der Biosphärenreservate mit belegbarer Biodiversität, kooperiert künftig mit dem Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen und dessen Bio-Partnerbetrieben.

„Die Förderung der regionalen, aber auch der überregionalen Vermarktung der Bio-Produkte unserer Region sind uns wichtig, deshalb sind wir dazu eine neue Kooperation mit der VIVASPHERA GmbH eingegangen“, so Theo Wieder, Bezirkstagsvorsitzender des Bezirksverbands Pfalz, der Träger des Biosphärenreservats Pfälzerwald ist, bei einer Präsentation der beiden Partner im Weingut Mohr-Gutting in Neustadt-Duttweiler am 30. Mai.

v.l.n.r. Fabian Bindrich (GNOR e.V.), Armin Kullmann (VIVASPHERA GmbH), Theo Wieder (Bezirkstagsvorsitzender des Bezirksverbands Pfalz), Arno Weiß (Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen), Stefan Kuntz (Bioland-Weingut Stefan Kuntz), Simone Gutting (Bioweingut Mohr-Gutting), Winfried Seeber (Weingut Winfried Seeber GbR), Philipp Weisbrodt (Wein- & Sektgut Ernst Weisbrodt).

Weingut Mohr-Gutting ist einer von sechs „Partner­betrie­ben des Biosphärenreservats Pfälzer Wald“, die Wein für die neue Bio-Feinkost-Marke VIVASPHERA bereitstellen. Zwei davon, Weingut Stefan Kuntz in Landau-Mörzheim sowie der Weinbau der Lebenshilfe Bad Dürkheim, sind schon länger Partnerbetriebe. Die Weingüter Seeber (St. Martin), Weisbrodt (Niederkirchen), Oberhofer (Edesheim) sowie die Gastgeber sind in diesem Rahmen neu den Partnerbetrieben beigetreten. Dazu öffnete das Biosphärenreservat erstmalig seine Kulisse auch für Betriebe außerhalb der eigentlichen Schutzgebietsgrenze. „Wir haben das diskutiert und beschlossen, um neue Partnerbetriebe zu gewinnen sowie alle stärker bei der Vermarktung zu unterstützen“, so Kurt Wieder.

Für die Zeichennutzung des Logos des Biosphärenreservates auf Bio-Produkten im Handel wurde, gemeinsam mit dem Dachverband EUROPARC Deutschland e.V., ein modellhafter Vertrag erarbeitet und abgeschlossen. „Wir sind allen Beteiligten dankbar, dass dies so unbürokratisch und konstruktiv geklappt hat“, so Armin Kullmann, Geschäftsführer der VIVASPHERA GmbH, der auf der gemeinsamen Veranstaltung die ersten neun Weine, zehn Fruchtaufstriche und acht Wurstwaren aus dem neuen VIVASPHERA-Sortiment präsentierte. Die Produkte sind im Naturkosthandel (Bioläden, Bio-Supermärkte) sowie direkt bei VIVASPHERA zu beziehen.

Im Abschluss an die Präsentation, an der fünf der sechs Betriebe sowie einige VertreterInnen der Presse teilnahmen, konnte man eine erste gemeinsame Naturschutzmaßnahme von Weingut Mohr-Gutting und VIVASPHERA betrachten: Aus einem brach gefallenen Garten-Grundstück wurde ein „(G)Arten-Grundstück“, ein altes Gartenhäuschen mit Nisthilfen, Fledermauskästen, Trockenmauer versehen, eine Feuchtstelle sowie eine Fläche mit Blühpflanzen für Schmetterlinge und Bienen angelegt. „Bei uns schützt jedes Produkt (min­destens) eine Art, die meist direkt auf den Erzeugungsflächen der Rohwaren vorkommt“, so Armin Kullmann. Beim Cabernet Blanc des Weinguts Mohr-Gutting ist das der Hausrotschwanz, der auf diesem Grundstück singt und brütet. „Wir finden diese Idee gut und tragen gerne dazu bei, die Lebensräume in der Weinbergs­landschaft zu verbessern. Deshalb machen wir auch bei VIVASPHERA mit“, so die Gastgeberin Simone Gutting.

Ulfert Saathoff (VIVASPHERA GmbH) gestaltet gemeinsam mit Familie Gutting das alte Gartenhäuschen sowie das um-gebende Gartengrundstück des Weinguts Mohr-Gutting für den Schutz des Hausrotschwanzes und anderer Tier- & Pflanzenarten um.

Armin Kullmann und der VIVASPHERA-Mitarbeiter für die „belegbare Biodiversität“, Ulfert Saathoff, sowie Fabian Bindrich, Regionalgeschäftsführer der Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie (GNOR) in Landau sowie Arten-Monitorer für die Pfälzer VIVASPHERA-Weine, besuchten anschließend noch die Weinberge und Natur­schutzflächen der Weingüter Winfried Seeber in St. Martin und Philipp Weisbrodt in Niederkirchen. „Wir sind froh, so engagierte Bio-Winzer dabei zu haben“, so Armin Kullmann zum Abschluss dieser Pfalz-Exkursion.

Hören Sie sich den redaktionellen Radiobeitrag von Antenne Pfalz an:

Von | 2017-11-03T16:23:07+00:00 Freitag, 02.06.2017|Neues aus der Biosphäre|

Über den Autor:

Ulfert Saathoff

Ulfert Saathoff (M. Sc.), Naturschutz/Monitoring